LaKo ist für “pädagogische Lehrer”

Beim Landeskongress der Jungen Liberalen Niedersachsen am 29. &. 30. Oktober in Oldenburg  waren die JuLis Celle mit ihrem bildungspolitischem Antrag “Für pädagogische Lehrer”, der eine Änderung der Lehrerausbildung hin zu mehr praktischer, didaktischer und pädagogischer Ausbildung bereits im Grundstudium fordert, erfolgreich. Nach intensiver Diskussion und der Abstimmung über verschiedene Änderungsanträge ist der Antrag in der folgenden Form angenommen worden.

 Für pädagogische Lehrer

Die Jungen Liberalen Niedersachsen setzen sich für eine Neugestaltung der Lehrerausbildung in Niedersachsen ein. Angehende Lehrer müssen bereits ab Beginn des Studiums auf die spätere Lehrtätigkeit vorbereitet werden. Insbesondere muss das Lehramtsstudium mehr Fachdidaktik und mehr Praxis beinhalten. Ab dem ersten Studienjahr sollen Lehramtsstudenten in Pflicht-Vorlesungen zu Pädagogik und Didaktik die Anwendung von Unterrichtstechniken erlernen und in umfangreichen Praxisphasen in unterschiedlichen Schulformen das theoretisch gelernte anwenden. Dabei sollen in den Praxisphasen das Beobachten, das Selbst-Unterrichten und das Evaluieren der Erfahrungen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Außerdem muss stärker in die Ausbildung miteinbezogen werden, dass angehende Lehrer soziale Fähigkeiten entwickeln, also insbesondere für Konfliktsituationen geschult und dazu befähigt werden, besondere Stärken und Schwächen einzelner Schüler treffsicher zu erkennen.

Die Studienplätze für Lehramtsstudiengänge sollen künftig nicht mehr ausschließlich nach Abiturdurchschnitt vergeben werden. Ein Eignungstest soll insbesondere Entwicklungspotentiale pädagogischer Fertigkeiten und die persönliche Eignung für den Umgang mit Kindern überprüfen und die angehenden Lehramtsstudenten bei ihrer Entscheidung unterstützen.

Auch nach Abschluss des Studiums und der Referendariatszeit müssen sich aktive Lehrer in Fachdidaktik fortbilden und ihre Unterrichtskonzepte immer wieder auf den Prüfstand stellen. Dazu ist es insbesondere notwendig, dass gegen Lehrer mit schlechter Unterrichtsleistung wirksame Maßnahmen zur Verfügung stehen. Die Jungen Liberalen Niedersachsen fordern deshalb, keine Lehrer mehr auf Lebenszeit zu verbeamten. Stattdessen sind der Schulleitung im Rahmen der freien Schule größere Kompetenzen im Personalmanagement einzuräumen.

IGS sinnvoll, aber nicht realisierbar

Dieter Schütz / pixelio.de

Die Frage der zukünftigen Schulstruktur im Landkreis Celle sollte nicht ideologisch geblendet geführt werden. Ziel ist es vielmehr, eine langfristig stabile und den Bedürfnissen der Celler Schüler angepasste Struktur zu schaffen. Wesentliche Grundlage der Überlegungen müssen die aktuellen und die zukünftigen Schülerzahlen sein, in denen die demographische Entwicklung klar erkennbar wird.

Klar ist auch, dass es nicht eine Schulform gibt, die für alle Schüler die geeigneteste ist. Die liberale Geisteshaltung fordert Auswahl für die Schüler, die nur selbst am besten wissen, welche Schulform ihren Bedürfnissen und ihrem Lernverhalten am meisten entspricht. Weder das gegliederte Schulsystem, noch die Integrierte Gesamtschule ist daher wegen vermeintlicher fehlender pädagogischer Sinnhaftigkeit abzulehnen. Vielmehr ist zu überprüfen, auf welchem Wege das vielfältigste Angebot vorgehalten zu werden.

Leider erlauben die Schülerzahlen im Landkreis Celle es nicht, neben dem gegliederten System eine konkurriende IGS aufzubauen. Die neue Oberschule bietet die Chance, trotz Geburtenrückgang eine möglichst wohnortnahe Beschulung im Sekundarbereich langfristig zu erhalten. Würden aber viele Schüler statt der örtlichen Oberschule die nur zentral in Celle realisierbare IGS besuchen, wären die dezentralen Oberschulen zu ausgelaucht, um langfristig ein sinnvolles Angebot vorhalten zu können. Die Option, das gegliederte System wohnortnah und dezentral vorzuhalten, ist der Möglichkeit einer vielfältigen Schullandschaft in der Stadt Celle unter Ausschluss der Landkreisgemeinden vorzuziehen.

Bei der Haushaltspolitik an die Zukunft denken!

Thorben Wengert / pixelio.de

Jede Politiker-Generation möchte gestalten. Frisch gewählt und voller im Wahlkampf getätigter Versprechen machen sich Ratsherren und Ratsfrauen an die Umsetzung ihrer vielen Ideen und Projekte. Und jede einzelne kostet Geld. Geld, das die Kommunen im Landkreis Celle nicht haben. Städte und Gemeinden steuern immer tiefer in die Verschuldung. Zu wenig wird dabei leider an die nachkommenden Generationen gedacht.  Damit auch die „junge“ Generation und spätere Generationen gestalten können und nicht nur aufgrund klammer Kassen Schulen schließen und Angebote kürzen müssen, brauchen wir jetzt Wege aus der Schuldenmisere!

Nicht zum Ziel führen Steuererhöhungen oder die Erfindung neuer  „Abzocke“-Steuern. Der Bürger ist nicht die Melkkuh der Politik, mit man mangelhafte Haushaltspolitik ausgleichen kann! Stattdessen muss bei zukünftigen Investitionen stärker auf die Sinnhaftigkeit und die Finanzierbarkeit geachtet werden. Wir setzen uns ein für Privatisierung, wo private Anbieter effizienter arbeiten als öffentliche Einrichtungen; für Public-Private-Partnerships, bei denen private Investoren Gebäude errichten, in die sich Gemeinden dann einmieten; für eine Verpflichtung zur Abschätzung der Folgekosten bei Investitionsvorhaben, die insbesondere Subventionsförderung kritisch überprüft; für eine Verschlankung der Verwaltung, indem Bürokratie abgebaut und Verfahren vereinfacht werden.

Schüler für Politik interessieren – Jungparteien fordern Einführung eines Politikpraktikums

Wenn im September die Kommunalvertretungen neu gewählt werden, sind wieder viele 16- bis 20-jährige Jugendliche zum ersten Mal stimmberechtigt. Besonders in dieser Gruppe ist die Politikverdrossenheit weit verbreitet. Jung- und Erstwähler wissen oftmals zu wenig über die Inhalte und die Gestaltungsmöglichkeiten der Lokalpolitik.

Die Celler Kreisverbände der Jungen Union (JU) und der Jungen Liberalen (JuLis) haben sich mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Dabei wurde eine Lösungsmöglichkeit, wie Politik Schülern näher gebracht werden kann, in Osnabrück gefunden. In einem gemeinsamen Schreiben an die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP schlagen die Kreisvorsitzenden Jörn Schepelmann (Junge Union) und Joscha Knolle (Junge Liberale) vor, sich am Projekt KidS – „Kommunalpolitik in die Schulen“ des Osnabrücker Stadtrates zu orientieren. Dort können Schülerinnen und Schüler vier bis sechs Wochen lang Mitglieder des Stadtrates zu Fraktions-, Ausschuss- und Ratssitzungen begleiten, um so hautnah einen Eindruck von der politischen Arbeit in der Kommunalpolitik zu erhalten.

„Ein solches Politikpraktikum lässt sich auch gut im Celler Kreistag realisieren“, so Knolle. Zielgruppe sollen Schülerinnen und Schüler aus der neunten und der zehnten Klasse aller Schulformen sein, die einer bzw. einem Kreistagsabgeordneten bis zu zwei Monate lang bei ihrer bzw. seiner vielfältigen Arbeit im Kreistag und bei Außenterminen über die Schultern schauen. In Zusammenarbeit mit dem Politikunterricht können so die Kenntnisse und Eindrücke der Kommunalpolitik in die Schulen weitergetragen werden. „Durch einen eigenen Einblick in die Kommunalpolitik ist es für Schülerinnen und Schüler am besten möglich unsere Demokratie zu verstehen. Anhand des Patensystems können sie so direkt mitkriegen, was alles zu einem Kreistagsmandat gehört“, erläutert Schepelmann die Zielsetzung des Projekts. Start des Projektes soll erst nach der Kommunalwahl sein, damit das Projekt gut geplant und vor allem vom Wahlkampfkampf unabhängig starten kann.

Der Aussetzung der Wehrpflicht ein Schritt näher

Quelle: Welt-Online

Bild: Welt-Online

Die Aussetzung des Grundwehrdienstes in Deutschland ist eine Frage der Zeit. Nicht nur, dass sich die CDU-Spitze hinter die Reform zu Guttenbergs gesetzt hat. Mittlerweile hält auch der Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr Klaus Naumann, sonst ein treuer Anhänger der Wehrpflicht, die Aussetung des Wehrdienstes für einen nötigen Schritt.

Der Welt-Online erklärte er, “ein Grundwehrdienst von sechs Monaten macht militärisch gesehen wenig bis keinen Sinn, bindet eine Unmenge Personal, erhält eine umfangreiche Wehrersatzorganisation am Leben und verschlingt somit Geld, das für eine Armee im Einsatz an anderer Stelle dringend benötigt wird. Trotzdem gäben wir mit der Wehrpflicht gesellschaftspolitisch wahnsinnig viel auf. Die Verpflichtung zur Ableistung des Grundwehrdienstes ist das einzige Stück Verpflichtung, das einem jungen Mann abverlangt wird für ein ganzes Leben in Freiheit.”

Auf die Frage, ob wir bald eine Berufsarmee haben werden, erklärte Naumann: “Wir sind doch de facto schon eine weitgehende freiwillige Berufsarmee. Wir haben derzeit rund 250.000 Mann, davon sind etwa 40.000 Wehrpflichtige. Wenn die wegfielen, hätten wir knapp 200.000 Soldaten. Das dürfte sich auch mit den Prognosen decken, wie viele Freiwillige man aus einer älter und kleiner werdenden Gesellschaft überhaupt noch gewinnen kann. Darüber hat sich mein Stab schon Gedanken gemacht. Eine Studie, „Streitkräfte 2025“, kam zu dem Ergebnis, dass das maximale Aufkommen an Freiwilligen zwischen 170.000 und 190.000 liegt. Die obere Grenze erschien damals schon nur möglich, wenn wir Frauen mit heranziehen.”

Dennoch herrscht weiterhin ein harter Gegenwind seitens der CDU gegenüber dem Verteidigungsminister zu Guttenberg.

(Volles Interview lesen)

Ein schwerer Abschied

v.l.: Joscha, Michael, Marian, Kevin, FDP-Kreisvorsitzender Ralf Überheim

Am 21.06.2010 hielten die Jungen Liberalen in Celle Ihre jährliche Kreismitgliederversammlung, wo diverse Anträge für den kommenden Landeskongress der Jungen Liberalen diskutiert worden sind.

Zugleich wurde hier unser stellv. Vorsitzender für Programmatik Michael Skirlo verabschiedet.
Michael wird in Zukunft in der Hansestadt Wismar (Mecklenburg-Vorpommer) studieren und gibt daher sein Amt als Programmatiker zum 01.08.2010 auf.

“Mir wird die Zusammenarbeit mit den JuLis in Celle fehlen”, erklärt Michael. “Seit Ihrer Gründung im Dezember 2009 konnte ich als Gründungsmitglied sowie stellv. Vorsitzender den Kreisverband in Celle unterstützen und aufbauen. In dieser Zeit hat sich der Kreisverband sehr gut entwickelt und wurde auch durch diverse Aktionen nach Außen hin gut wahrgenommen. Ich bin mir sicher, dass sich der Kreisverband in Zukunft weiterhin gut entwickeln wird.

Natürlich gehe ich den Liberalen nicht ganz verloren, sondern werde mich künftig in Wismar bei den JuLis, FDP sowie der Liberalen Hochschulgruppe engagieren. Zudem werde ich weiterhin auf dieser Homepage fleißig liberal weiterbloggen. Ich wünsche den JuLis in Celle alles Gute für die Zukunft!”

Als Nachfolger hat sich unser stellv. Vorsitzender für Organisation Kevin Rätsch bereit erklärt, die Tätigkeiten des Programmatikers mit zu übernehmen. Er wurde einstimmig von der Mitglieder gewählt. Der Kreisverband beglückwünscht Kevin und wünscht ihm in seiner neuen Funktion alles Gute und viel Erfolg!

Antragsbuch zur Kreismitgliederversammlung

Zur Kreismitgliederversammlung der Jungen Liberalen Celle am 21. 06.2010 steht das Antragsbuch nun online zum Download zur Verfügung.

  1. Antragsübersicht
  2. Homosexualität im Grundgesetz achten
  3. Behördenunterlagen beidseitig bedrucken
  4. Republik Somaliland anerkennen
  5. Klare Abzugsperspektive für Afghanistan
  6. Mehr Islam-Unterricht an unseren Schulen
  7. Gleichberechtigung der Abdecker
  8. Verpflichtung zum Abblendlicht am Tag

Schafft die Wehpflicht ab – Gute Idee mit Hindernissen

Karl-Theodor zu Guttenberg (Quelle: Bild.de)

Die Wehrpflicht in Deutschland ist nicht nur ein Relikt des Kalten Krieges, mehr noch wird hier die Jugend zu einem Dienst gezwungen, aus dessen Sicht man schon seit langer Zeit keinen Nutzen mehr bezieht. Dies erkannte auch Theodor zu Guttenberg, seines Zeichens Verteidigungsminister und CDU-Politiker.

Seiner Meinung nach müsse man nicht nur den Wehrdienst abschaffen, sondern gleichzeitig eine reine Berufsarmee schaffen. Das Mittel der Verteidigungspolitik müsse an aktuelle sowie zukünftige Gegebenheiten angepasst werden, was nicht nur eine bessere Unterstützung der Soldaten durch Ausrüstung und Ausbildung zur Folge hätte, sondern diese auch kompetent für die Auslandseinsaätze spezialisieren würde. Als weiterer Vorteil wäre dadurch die Konsolidierung des Verteidigungsetat und somit eine Ersparnis von geschätzen 400 Millionen Euro.

Allerdings stößt diese großartige Idee auf heftige Gegenwehr. FDP und Grüne sind dafür, doch SPD und Union dagegen. Die Kanzlerin spricht Ihr Machtwort: Sie wolle nicht aus Spargründen an der Wehrpflicht rütteln !

Mittlerweile, oh wie Wunder, tut sich ein Ruck in der Ablehnungspolitik der Union. Im Rahmen des Sparprogramms der Regierung scheint die Union doch endlich Gedanken an eine Veränderung der Bundeswehr zu äußern. Führt am Ende die Krise in Deutschland zur Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland? Dieses Ziel, welches schon von fast allen EU-Ländern erreicht wurde, ist vielleicht schon bald in greifbarer Nähe. Und damit ein langjähriges Ziel der Jungen Liberalen und der FDP.

Karikatur zur Verkürzung des Wehrdienstes (Quelle: Bild.de)

Sonniger Tag für die JuLis

 

v.l.n.r.: Kevin, Joscha, Michael, Isabelle, Maruth, Marian, Robert

Am vergangenen Samstag haben die JuLis einen Informationsstand in der Celler Innenstadt unterhalten. Bei schönem, sonnigen Wetter führten die Mitglieder viele interessante Gespräche, insbesondere über Bildungspolitik und Datenschutz. Zudem hatten die Interessenten die Möglichkeit aufzuschreiben, was ihnen an der momentanen Politik nicht gefällt.

„Schüler sind Goldbarren“

v.l.n.r.: Robert, Maruth, Marian, Kevin, Freya, Charles Sievers, Joscha

Am vergangenen Mittwoch trafen sich die JuLis mit Charles Sievers, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion und Mitglied im Schul- und Kulturausschuss, zur Diskussion über liberale Bildungspolitik.

Sie kamen zu dem Ergebnis, dass es ist extrem wichtig sei, Geld in Bildung zu investieren. Denn da Deutschland über keine Rohstoffe verfügt, ist es umso wichtiger, was in deutschen Köpfe steckt.

Herr Sievers machte zudem auf das Problem aufmerksam, dass viele Schüler in der Schule falsch behandelt werden, wenn sie nicht gleich im Unterricht mitkommen. Er betonte, dass JEDER Schüler extrem wertvoll sei und dass man sie mit Goldbarren vergleichen könnte.